Shangaan Electro
Jagwa Music



Wie ein Lauffeuer verbreiten sich verschiedene neue Stile elektronischer afrikanischer Tanzmusik. So erobert aus Angola Kuduro, Kizomba und artverwandtes die tanzende Welt.
Aus Südafrika, besonders aus dem Johannesburger Stadtteil Soweto, kommt nun die ultraschnelle Tanzmusik Shangaan. Zahlreiche Mixes, Maxi-Singles zeugen von dieser neuen Tanzmusik.



Shangaan Electro touren erfolgreich durch Europa. Ihr frischer Stil, zwischen traditioneller südafrikanischer Musik, Gesang und Rhythmik verbindet sich mit minimaler Elektronik. Die Schnelligkeit des Sounds bringt die Tanzenden richtig zum Schwitzen und die Freundinnen und Freunde elektronischer Musik zum Schwärmen und Staunen. Als eigentlicher Entwickler und Produzent dieser faszinierenden Musik gilt Richard Hlungwani genannt Nozinja. Im Gegensatz zur beliebten und bekannten südafrikanischen Musikrichtung Kwaito baut Shangaan radikal auf der traditionellen Musik der Tsonga, auch Shangaan genannt, auf. Keyboards, Marimba-Schläge, Gesang und Schnelligkeit kreieren etwas Neues. 180 Beats pro Minute! Aber das ist noch nicht alles. Dazu gibt es irrwitzige Tänze. Die skurril maskierten und unheimlich wirkenden Tshetsha Boys bringen ihren Shangaan-Tanz. Weitere Tänzerinnen und Tänzer begeistern mit fantastischer Hüft- und Fussakrobatik. Sängerinnen geben ihr Bestes. Live ein grosses, ansteckendes Erlebnis. Auch beim Hören der Platte dringt diese positive Dringlichkeit bestens durch.
Shangaan Electro verbindet mühelos Subversion, Underground-Kultur und Tradition mit moderner minimaler Elektronik. Das alles wirkt nicht aufgesetzt, sondern ganz natürlich. So ist Shangaan Electro nicht einfach Untergrundmusik, sondern schlussendlich Pop für die ganze Familie.



Aus Tansanias Hauptstadt Dar es Salaam kommt die Gruppe Jagwa Music. Einige ihrer Mitglieder sind als illegale Minibusfahrer tätig. Doch ihre Haupttätigkeit ist das Tüfteln an ihrem eigenen Sound. Sie sind so etwas wie die Congotronics, zum Beispiel die Strassenband Konono No. 1, Ostafrikas. Mit einfachen Mitteln produzieren Jagwa Music einen minimalistischen Sound aus Casio-Keyboard, übersteuerten Verstärkern und schnellen Trommelschlägen. Eine Art Trance-Musik, begleitet von einem Gesang, welcher sich zum Alltag und zum aktuellen Befinden äussert. Verstärkt wird die Show durch einen lasziven Tanz, ähnlich wie beim Kuduro aus Angola oder Mapouka aus der Elfenbeinküste. In Tansania selber gilt bei vielen Menschen Jagwa Music als subversiv, punkig oder anarchistisch. Vielleicht auch, weil sie gerade live voll Lebensfreude und ansteckenden Tänzen besteht.
Zu uns kam Jagwa Music dank dem umtriebigen Musikethnologen Werner Graebner. Dieser engagiert sich seit Jahrzehnten für die ostafrikanische Küsten- und Inselmusik. Insbesonders auch für die betörende Taarab-Musik.


Shangaan Electro. New Wave Dance Music From South Africa.
Als CD und auf Vinyl / Honest Jon's Records

Shangaan Shake. Compilation. Remixes.
2CDs / Honest Jon's Records

Jagwa Music. Bongo Hotheads.
CD inkl, Bonus Videoas / Crammed Discs

Zu Kuduro und artverwandter Musik gibt es verschiedene, leider manchmal gar kommerzielle, Sampler.

Hier zwei empfehlenswerte Kuduro-Projekte:



Batida.Electronic Kuduro meets Vintage 70s Angolan Semba.
Als CD und auf Vinyl / Soundway Records



Buraka Som Sistema. Black Diamond (2008) und Komba (2011)
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Pius Frey

Comedia Buchhandlung St.Gallen



Comedia St.Gallen / www.comedia-sg.ch / 23.7.2012




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