Neue Musik aus Zimbabwe

Mokoomba ist eine neue, junge Band um den charismatischen Sänger Mathias Muzaza und dem Klasse-Gitarristen Trustworth Samende. Dieses Jahr ist die Gruppe auf erfolgreicher Tournee. So trat sie auch am Afro Pfingsten auf. Gerade erschien ihr vielgelobtes Album Rising Tide. Produziert von der umtriebigen Bassistin Manou Gallo aus der Elfenbeinküste. Bekannt durch Zap Mama und andere Frauenprojekte.
Mokoomba sind eine sechsköpfige Band. Stammend aus der kleinen ethnischen Gruppe der Tonga. Nun aber zu meinen, dass ihre Musik sehr stark von der Tonga Kultur geprägt sei irrt sich. Sicher gibt es Einflüsse. Doch Mokoomba glänzen durch eine prächtige Mischung von Afro Salsa, Kongo Rumba, Reggae und oft mehrstimmigen Gesängen, beeinflusst vom südlichen Afrika. Aber auch Zentral- und Westafrika. Ihr Afro Fusion Stil wurde entdeckt und gefördert von Music Crossroads einer Non-Profit Organisation im südlichen Afrika welche MusikerInnen fördert und schult. Das geht vom Band-Training bis zur Unterstützung von Platten-Produktionen. So entstand dann auch ihr erstes Album Kwesaka.
Bei einem Konzert in Malawi wurde Manou Gallo auf die Band aufmerksam. Es folgte ein viel beachteter Auftritt am Harare Festival of The Arts im Jahre 2010.
Mokoomba machen eine tolle Mischung zwischen Spiritualität und aktuellen Themen. So fehlt das Thema AIDS/HIV auf Rising Tide nicht (&Mac226;Yombe’). Oder das Totschweigen der vielen Suizide (&Mac226;Mwile’). Dazu geht es um das vermeintliche Glück in der grossen Stadt; um Veränderungen von traditionellen Familenstrukturen. Aber auch Liebeslieder haben ihren Platz.
Von dieser Band mit ihrem lebendigen und tanzbaren Sound wird man noch einiges hören. Eine tolle Mischung.


Die meisten bei uns bekannten MusikerInnen aus Zimbabwe kommen aus der Shona Kultur. Eine der grossen Ethnien Zimbabwes. Thomas Mapfumo, Chiwoniso Maraire und eben auch Oliver ’Tuku’ Mtukudzi. Von diesem Musiker und seiner Band The Black Spirits hörten wir seit einiger Zeit nicht mehr viel. Er produzierte unzählige Alben und ist seit den 70er Jahren im Geschäft. Mtukudzi pflegt einen unverkennbaren Shona-Stil. Gemischt mit Pop und Funk und seiner ganz eigenen Stimme. Nach dem Tod seines Sohnes Sam im Jahre 2010 zog er sich zurück. Nun ist er wieder da mit seinem neuen Album Sarawoga (=Left alone). Produziert und eingespielt in Cape Town mit einer reichhaltigen Band. Praktisch alle Songs werden in Sprachen des südlichen Afrikas vorgetragen. Und jedes Stück, trotz dem allgegenwärtigen &Mac226;Tuku’-Stil, ist mit feinen Instrumentierungen bestückt. Dies bereichert die Musik auf eine gute Art.
Leider ist diese CD bei uns nur über Umwege erhältlich. Das engagierte südafrikanische Lable Sheer hat es noch nicht geschafft in Europa einen Vertrieb zu finden.



Mokoomba. Rising Tide
Produziert von Manou Gallo
12 Tracks. 46.71 Min.
2012 Zig Zag World-Rec.

Oliver &Mac226;Tuku’ Mtukudzi and The Black Spirits. Sarawoga
12 Tracks. 60.24 Min.
2013 Sheer Sound


Pius Frey

Comedia Buchhandlung St.Gallen
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Comedia St.Gallen / www.comedia-sg.ch / 15.08.2013




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